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Drawa
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Die Drawa (vorm. Draga) ist ein rechter, 168 km langer Nebenfluss des Notec (vorm. Netze) in Polen. Die Drawa entspringt auf dem Baltischen Landrücken in der Pommerschen Seenplatte südlich von Połczyn Zdrój (Bad Polzin) nahe Ogrodno (Kavelsberg) im Powiat Świdwiński (Kreis Schivelbein) in 212 Metern über NN. Sie fließt in vorherrschend südlicher Richtung und mündet unweit der Stadt Krzyż Wielkopolski (Kreuz (Ostbahn) in den Notec.
Das gesamte Einzuggebiet der Drawa umfasst 3198 km². Auf ihrem Weg durchfließt sie den Jezioro Drawski (Dratzigsee) und den Jezioro Krosina (Krössinsee), an Złocieniec (Falkenburg) und Drawsko Pomorskie (Dramburg) vorbei in den Jezioro Lubie (Großer Lübbesee), von wo aus sie durch ein kiefernbestandenes Sandgebiet an Stare Osieczno (Hochzeit) vorbei in die Netze strömt. Wegen ihrer durch viele nacheiszeitlichen Seen bewirkten ausgeglichenen Wasserführung wurde die Drawa zur Holzflößerei benutzt. Im 18. und 19. Jahrhundert war sie auch schiffbar, allerdings musste man die Kähne flussaufwärts treideln. Heute ist die Drawe ein Paradies für Wassersportler (Kanuten). Seit 1918 gibt es bei Borowo (Alt Springe) ein Wasserkraftwerk.
1368 bis 1772 bildete die Drawa die Grenze zwischen Brandenburg und Polen. Hier lag auch bis zur Reformation die Grenze der Bistümer Cammin und Posen. In preußischer Zeit bildete sie vom Dorfe Blumenwerder (heute polnisch: Piaseczno) im Landkreis Neustettin bis zur Mündung die Grenze zwischen der Neumark und dem westpreußischen Netzedistrikt.
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Eigene Eindrücke nach einem ersten Besuch im September 2008:
Auf die Drawa bin ich nach mehreren Berichten in der Zeitschrift "Der Fliegenfischer" gestoßen. Nordwestliches Polen, bewirtschaftetes Salmonidengewässer, Hauptfisch Äsche, bezahlbare Fischerei in einem Naturschutzgebiet, waren die Argumente diesen Fluß für einen Besuch vorzumerken und letztendlich Ende September 2008 zu besuchen. Angereist sind wir am Sonntag (kein Lkw-Verkehr) über Landstraßen und abgereist am Montag über die Stettiner-Strecke (vorwiegend Autobahn): jeweils 2,5 Stunden Fahrzeit ab Berlin.
Als Ausgangspunkt wählten wir den Ort Drawno. Drawno liegt an der nördlichen Grenze des Naturschutzgebietes. Auch wenn die Drawa nördlich Drawno einige Seen durchfließt, in denen Salmoniden vorkommen und die auch eine gute Fischerei bieten sollen - wir wollten am Fluß in der relativ unberührten Natur fischen. |
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In Drawno gibt es entgegen anderen Angaben kein Hotel mehr! Wir sind zuerst auf dem Campingplatz gelandet. Hier wurde uns für ca. 50 € / Nacht eine sehr einfache Unterkunft angeboten.
Wir haben darauf verzichtet und sind durch die Tips freundlicher Leute auf eine Privatpension gestoßen. Für umgerechnet 9 € haben wir in einem Einzelzimmer sehr gut geschlafen.
Als wir abends unsere Angelsachen aus dem Auto holen wollten, gab es vom Vermieter nur ein Kopfschütteln. Er schließt sein Auto nie ab, hier ist noch nie was passiert oder gestohlen worden!!!
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rechts: hier gibt es die guten und günstigen Zimmer.
Im Ort gibt es eine große Straßenkarte,
die Pension liegt im Ort und ist gut zu finden.
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Hier im Informationszentrum gibt es die Angel- und Parkkarten.
Zu finden ist das Haus gegenüber von der Campingplatzeinfahrt.
Auch ohne Deutsch oder Englisch der Damen kommt man klar.
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Nachdem das alles wunderbar geklappt hatte, haben wir begonnen den Fluß zu erkunden. Unterhalb Drawno strömt der Fluß durch das naturbelassene und auch deshalb wunderschöne Naturschutzreservat. Hier gelten natürlich besondere Bedingungen. Z.B. kann nicht einfach überall geparkt werden. Man benötigt eine Parkerlaubnis für 4 Zloty/1,30€ und darf dann die vorgeschriebenen Parkplätze nutzen.
Der Fluß ist 10-15m breit und läßt sich sehr gut bewaten. Der Flußverlauf ist sehr abwechslungsreich und überall ganz natürlich. Neben Rauschen und Rieselstrecken gibt es auch bis zu 3 m tiefe Züge und Gumpen, die nur erahnen lassen, welch tolle Fische sie beherbergen. Überall im Fluß findet man umgestürzte Bäume, die vor allem den größeren Fischen hervorragende Unterstände bieten.
Mit ca. 60% soll die Äsche die Hauptfischart sein. Es soll dort aber auch viele Bachforellen geben. Und diese Forellen und Äschen sind Wildfische! Im Naturreservat Drawa setzen die Verantwortlichen auf das natürliche Aufkommen von Äschen und Bachforellen. Sie besetzen diese Arten schon seit einigen Jahren nicht mehr nach. Auch große Hechte sollen im Fluß vorkommen.
Wenn ich vorab die Worte "soll" und "sollen vorkommen" benutzt habe, hat dies einen guten Grund. Wir haben keine Fische gefangen!!. Natürlich wußten wir, dass wir auf Wildfische angeln und haben uns auch entsprechend verhalten. Ausdauernd und vorsichtig haben wir mit Trockenfliegen und Nymphen verschiedene als gut beschriebene Stellen beangelt. Außer Weißfischen und Barschen biß aber nichts. Und viel schlimmer noch: wir konnten auch keine Salmoniden ausmachen. Mittags gab es einen guten Schlupf von Eintagsfliegen, dennoch kein steigender Fisch auszumachen. Die üppige Insektenwelt haben auch nicht kennengelernt, lag aber sicher mit an der Jahreszeit. Mit Beginn der Dämmerung haben wir dann aufgegeben und uns darauf geeinigt, dass es hier keine Fische gibt.
War vielleicht ein Fehler, denn auf der Internetseite von Roland Thräner aus Erlbach, einem Drawa-Spezialisten, findet sich folgende Textpassagen:
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"Üppige Insektenwelt
Wegen ihrer üppigen Insektenwelt ist die Drawa ein Paradies für fischende Entomologen. Bei jedem meiner Besuche konnte ich wahre Massenschlüpfe von Maifliegen und vieler kleinerer Eintagsfliegen erleben. Alle fischereilich wichtigen Insektenfamilien sind hier noch im jahreszeitlichen Wechsel ihrer Arten reichlich anzutreffen. Tagsüber ist die Fischerei an der Drawa dennoch oftmals recht schwierig, denn viele Fische bleiben inaktiv. Gegen Abend schaut dann alles oft ganz anders aus.
Eines darf man allerdings an der Drawa nicht außer acht lassen: Das Freßverhalten der Fische in Niederungsflüssen ist anders als in Flüssen im Gebirge. Hier machen sie vom Nahrungsangebot unter der Wasseroberfläche stärker gebrauch als von Anflugnahrung. Und durch die streckenweise doch relativ langsame Fließgeschwindigkeit der Drawa haben die Fische auch alle Zeit, genauer hinzuschauen.
Natürlich braucht man auch tagsüber nicht aufs Fischen zu verzichten. Doch zu Zeiten geringerer Aktivität ist es sinnvoller, den Fluß zu inspizieren und aus Beobachtungen Strategien für den kommenden Abend zu schmieden. Denn, wie bereits angedeutet: Die für Drawa-Neulinge irritierende Passivität der Fische tagsüber wird meist durch intensive Abendsprünge mehr als wettgemacht.
Allerdings sind auch jetzt die Äschen und Forellen der Drawa nicht ganz einfach an den Haken zu bekommen. Jeder einzelne Fisch stellt aus dem gewaltigen Nahrungsangebot sein eigenes Abendmenü zusammen.
Seine hervorragende Seite findet man übrigens unter: http://www.rolandsfliegenfischerseite.de
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Den Fluß werde ich in Zukunft wieder besuchen und dann auch Rolands Ratschlag "Abendfischerei" beherzigen. Dieser tolle Fluß in so einer schönen Umgebung und mit so vielen netten Leuten dort, hat es verdient.
Zum Abschluß: die Regelungen bitte unbedingt beachten. So kann man z.B. mit dem Auto nur mit einer Sondergenehmigung in die Nähe des Flusses gelangen und darf nur die ausgeschilderten Plätze anfahren. Die Parkaufsicht soll intensiv und streng kontrollieren. Verstöße werden zumindest mit dem sofortigen Entzug der Angel- und der Aufenthaltsgenehmigung geahndet.
Eine Tageskarte kostet übrigens 11 Zloty, die Parkkarte nochmal 4 Zloty. Zusammen also knappe 5 €.
Achtung: nach einem Beschluss des Umweltministers vom 26.11.2003 (Dz.U.Nr.214, poz.2097) darf im Nationalpark nur noch vom 01.07. bis 14.03. eines jeden Jahres geangelt werden. Dieser Beschluss dient dem Schutz des Nationalparks.
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Wisla
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Der Fluss entspringt in den Westbeskiden am 1.214 m hohen Barania Góra (Widderberg). Er fließt überwiegend in nördliche Richtungen durch Polen.Durch Krakau (Kraków) verlaufend und durch die Niederung zwischen dem Heiligkreuzgebirge im Westen und dem Lubliner Hügelland im Osten fließend erreicht die Weichsel das polnische Tiefland, in dem sie durch Warschau (Warszawa) fließt.
Später durchfließt bzw. passiert sie Toruń (Thorn) und Bydgoszcz (Bromberg). Nachdem sie die Pommersche Seenplatte im Westen und die Masurische Seenplatte im Osten bzw. die westlichen Ausläufer des Baltischen Landrückens jeweils in einiger Entfernung passiert hat, mündet die Weichsel am Weichsel-Werder im Rahmen der Danziger Bucht (polnisch Zatoka Gdańska) in die Ostsee; dabei bildet sie ein Flussdelta.
Ein Mündungsarm, der zur Nogat überleitet, mündet im Bereich der Elbinger Niederung in das Frische Haff (polnisch Zalew Wiślany), das Verbindung zur Ostsee hat; auch vom Hauptarm der Weichsel zweigen Mündungsarme in dieses Haff ab. |
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Ein sehr gutes Abschnitt für Fliegenfischer sind die Strecken im Süden bei Ustron, Nähe von Bielsko Biala.
Gestattet ist nur Fliegenfischen
Wisła von Malinka bis Kaczycach und der ebenfalls hochinteressante Fluß Brennica od jazu w Brennej Bukowej od ujścia do Wisły (cały "muchowy" odcinek obwodu) bez prawa zabierania ryb łososiowatych.
Preise 2006: Tageskarte 50 zł ( ca. 13,- €), Jahreskarte - 600 zł (ca. 160 €), Tageskarte Kinder 30 zł (ca. 8 €)
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Ausgabestellen für Tageskarten, Stand 2006:
Ustroń: Stacja Paliw "Kowalczyk Petrol" ul. Katowicka 7 PETROIL- 24h, rote und blaue Strecke
Górki Wielkie: Stacja Paliw, Petroil Bielska 16 24h, hellbraune Strecke
Skoczów: Stacja Paliw - Harbutowice 30 RACER, 24h
Drogomyśl : Stacja Paliw "Vimex-Boss" ul. Wiślańska 41ORLEN, 24h
Tychy: Taimen, ul. Metalowa 3 (32) 329 11 29
Strumień: Koło PZW, ul Poddane 8
Bielsko: ZO PZW B-B, ul. Żywiecka 11 (tylko roczne opłaty nizinne dla członków ZO BB)
Drogomyśl: Koło PZW, ul Główna 69, grüne Strecke
Skoczów: Sklep Wędkarski "Pirania" ul. Mickiewicza 18
Strażnicy: tel 0660 296 997 (tylko w wyjątkowej sytuacji)
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Raba
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Gut und günstig Salmoniden fischen, dafür steht die Raba. Hauptsächlich verwaltet durch den Polnischen Anglerverband, Herrn Jelenski gelang es jedoch eine 14km lange Strecke privat zu pachten und hegt und pflegt jetzt dieses Strecke. Diese empfehlenswerte Strecke liegt zwischen den Orten Myslenice und Swiatki. Der Fliß hat in diesem Stück eine Breite von 12-20m und eignet sich hervorragend zum Fliegenfischen. Es handelt sich hier um einen typischen Mittelgebirgsfluß.
Die Raba entspringt im Gorcer Gebirge, das eine Verlängerung der Beskiden darstellt, in der Nähe der Ortschaft Klikuszowa und in einer Höhe von ca. 700 m über dem Meeresspiegel. Sie nimmt dann ihren Lauf in nordöstlicher Richtung, der Wisla entgegen.
In ihrem Ursprungsgebiet fließt die Raba eher ruhig und gemächlich durch eine sanfte Hügellandschaft. Eingerahmt von Wiesen und Weiden gleicht sie hier einem Niederungsbach. Doch dieser Eindruck ändert sich. Durch zahllose Bäche und kleinere Flüsse gestärkt, fließt sie schon bald mit lebhafterer Strömung dahin.
Die Raba ist ein abwechslungsreicher Fluß. Ruhige Züge mit tief gründenden Gumpen wechseln immer wieder mit breiten Rieselstrecken, wo sie munter dahinplätschert, oder mit reißenden Passagen, die tosend talwärts brausen.
Auf ihrer ganzen Länge bremst sie nur die hohe Staumauer des Trinkwasserreservoirs bei Dobczyce. Dennoch werden seit ca. zwölf Jahren Lachs und Meerforelle auch in der Raba wieder eingebürgert. Das Problem der Staumauer löste man so: Man baute den aufsteigenden Wanderfischen eine Schleuse, in die sie durch einen Lockstrom hineingelotst werden. Alle 45 Minuten schließt ein Schieber die Schleuse, der Wasserspiegel im Schleusenschacht steigt und liftet die Fische ins Stauseewasser. Dann können sie weiterziehen.
Seit 1993 wurden jedes Jahr ca. 10.000 Lachs und Meerforellenbrütlinge in die Raba eingebracht. Seit ca. sieben Jahren steigen in der Raba wieder Lachse und Meerforellen auf. Auch anderen Großsalmonidenflüssen Polens kommt die Wiedereinbürgerung der Meerwanderer voran, dank der enorm verbesserten Wasserqualität und Aufstiegsmöglichkeiten.
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Fischerei und Fischzeiten.
Unter Berücksichtigung der Artenschonzeiten kann an der Raba eigentlich das ganze Jahr über gefischt werden, an den Jelenski-Strecken jedoch ausschließlich mit widerhakenlosen Fliegenmustern. Nymphen und Streamer dürfen nur leicht beschwert sein. Vorbleien ist nicht gestattet.
Tageskarte (2002): 25 Zloty (ca. 8 EUR) plus 10 Zloty (ca, 3,5 EUR) Kaution für die Rückgabe des Entnahme-Reports. Ausgabe z.B. im Hotel Czarny Lew (Schwarzer Löwe), Myslenice, in der Pension Zagroda in Stroza und anderswo.
Schonzeiten und Mindestmaße:
Äsche: 01.03. bis 31.05., 30cm
Bachforelle: 01.09. bis 31.01., 25cm
Barbe: 01.01. bis 30.06., 40cm
Döbel: 25 cm
Hasel: 15 cm
Hecht: 01.01. bis 30.04., 45cm
Huchen: 01.03. bis 31.05., 70cm
Meer/Seeforelle: 01.10. bis 31.12., 35 cm
Nase: 01.01. bis 15.05., 25cm
Zander : 01.03. bis 31.05., 45cm
Entnahme: drei maßige Salmoniden pro Tag.
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Gastlichkeit.
Entlang der Raba gibt es eine ganze Reihe von Hotels und Restaurants, in denen man gut unterkommt und beköstigt wird. Die Auswahl reicht vom Hotel der gehobenen Klasse bis zur gutgeführten Privatpension. Auch wer in Begleitung und ggf. mit Kindern anreist, findet nette, kleine, familienfreundliche Hotels und Pensionen, die nahezu alle Erwartungen und Wünsche erfüllen.
In Myslenice das Hotel Prima (Fax 0048-12-2722646), das Pensjonat Rekliniec (Fax 0048-12-2723989) und allen voran das direkt an der Raba gelegene Hotel Kaskada ***, ulanaLesna l, PL-132-400 Myslenice; ÜF/DZ: 150 Zloty (ca. 48 EUR.), Mittag-/Abendessen: 40 Zloty (ca. 12 EUR); Tel. aus D: 0048-12-2720081, Fax: 0048-12-2743025.
Dazu kommen in Strözna das Pensjonat Zagroda (Fax 0048-12-3733014) und in Pcim das Motel Czarny Lew (Fax 0048-12-2748779).
Hier ein Link auf eine Website mit vielen Fotos und Infos zu diesem Fluß: http://www.jot-raba.az.pl/indexd.html
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